Zigarillos

Zigarillos werden oft als “kleine Zigarren” bezeichnet, oder gar als „Mittelding“ zwischen Zigarre und Zigarrette gedeutet. Da das Zigarillo eine bessere Tabakqualität aufweist und meist nicht mit Zusatzstoffen belastet ist, wird ihm beim Wechsel zur Zigarre oft eine “Brückenfunktion” zugewiesen: Damit falle die Umgewöhnung leichter. Ein wichtiges Argument sind Umfang und Größe. Darin ähneln Zigarillos den Zigarretten, und das hat Konsequenzen für den Konsum.

Zigarillos sind alltagstauglicher als Zigarren

Zigarillos sind für viele "alltagstauglicher" als Zigarren

Während die Zigarre in Größe und Rauchdauer eher Muße und langsamen Genuss fordert, rituelle Handlungen wie korrektes Abschneiden des Mundstückes und klimatisch optimale Lagerung verlangt, lassen sich Zigarillos bequem in kleinen Schachteln unterbringen. Spontan kann man sie in unterschiedlichen Situationen genießen, sie lassen sich gut und bequem in den Alltag integrieren. Bei der Zigarre kann ein falsches Anzünden, ein falscher Zug den Geschmack restlos ruinieren. Anders bei Zigarillos, wo schon regelmäßige Züge im Minutentakt für geschmackliche Kontinuität sorgen und Bitterkeit weitgehend vermeiden. Diese Bitterkeit ist keineswegs das zwingende Resultat von schlechtem Tabak, sondern der engen Eindrehung geschuldet. Auch die Rauchzeit von ca. zehn Minuten macht Zigarillos geeignet für den kleinen Nikotin-Hunger zwischendurch. Allerdings sind Zigarillos, eine zusätzliche Analogie zur Zigarre, für Lungenzüge ungeeignet und sollten lediglich „gepafft“ werden.

Der Zigarillo-Tabak besteht meist aus Überresten der Zigarrenproduktion. Deshalb sind Herkunftsländer und Hersteller von Zigarren und Zigarillos meist identisch. Der Anbau findet bevorzugt in Kuba, Brasilien, Honduras, der Domikanischen Republik und anderen Ländern Südamerikas statt. Aber auch asiatische Staaten wie Burma oder die Insel Summatra gehören inzwischen zu den Abietern. Gedreht werden sie wie Zigarren in Handarbeit oder maschinell. Dem Problem der Bitterkeit steuert man durch Verwendung milder Tabaksarten entgegen. Besonders populär sind aromatisierte Zigarillos, mit und ohne Filter. Als Qualitätsmarken gelten u.a. Cohiba, Romeo y Julieta, Dannemann oder Montecristo. Preislich werden Zigarren vom Zigarillo weit unterboten. Letztere sind sogar billiger als Zigarretten. So hat bei der Wahl zwischen Zigarre und Zigarillo auch der Geldbeutel ein Wort mitzureden. Um sie schmackhaft und frisch zu halten, können Zigarillos genau wie Zigarren gut in Humidoren aufbewahrt werden. Dort wird sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit so geregelt, dass für den Tabak ideale Bedingungen herrschen.

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