Cohiba

Es gibt nur wenige Produkte aus Kuba, die sich seit der Machtübernahme durch Fidel Castro auf der Welt einen Namen gemacht haben. Dazu gehören Zigarren der Marke Cohiba. Bis 1982 blieb der Genuss der Cohiba einigen Auserwählten vorbehalten. Ab 1964 waren die Zigarren das Prämien-Produkt der staatlichen Habanos-Zigarrenmanufaktur. Diplomaten und Staatsoberhäupter erhielten sie als Geschenk. Auf dem freien Markt werden reglementierte Mengen abgesetzt. Da die USA ein Kuba-Embargo verhängt haben, gibt es diese Zigarillos dort nicht zu kaufen.

Bekannt ist, dass sich schon Azteken, Mayas und die Indianer des Amazonas ab und an gerollte Tabakblätter gönnten. Zigarren paffende Ureinwohner Kubas erblickten die spanischen Seeleute Luis de Torres und Rodrigo de Jerez um 1492 als sie im Auftrag von Columbus die Insel durchstreiften. Damit beginnt der Siegeszug der Zigarre in der alten Welt. Gerollte Tabakblätter der Edelmarke Cohiba wurden zu späteren Zeiten Staatsoberhäuptern als Geschenk dargebracht. Fidel Castro hat sich nicht nur mehrfach öffentlich als ein Cohiba-Liebhaber geoutet. Er war es auch nach Expertenmeinung, der den Auftrag zur Produktion der Luxusmarke gegeben haben soll. Qualität hat natürlich ihren Preis. Die Cohiba stammt aus der Familie der Havanna-Zigarren. Diese werden zu den besten in der Welt gezählt. Es ist daher nicht ungewöhnlich für eine Zigarre rund 30 Euro auszugeben. Weit mehr kostete die 2006 (40. Geburtstag der Zigarrenmarke) auf den Markt gebrachte Cohiba Behike. Die 4.000 gefertigten Stück wurden zu je 375 Euro verkauft. Der Käufer einer Kiste Cohiba Zigarren à 40 Stück legte 15.000 Euro auf den Verkaufstisch.

Cohibas werden von Hand gedreht

Cohibas werden von Hand gedreht

Das Geheimnis ihres Erfolges verdankt die Cohiba einem strengen Auswahlverfahren. Die mit der Produktion betraute Manufaktur El Laguito verfügt über das Privileg, die Jahresernte zu sondieren. Ausgewählte Zutaten beziehungsweise Tabakblätter verarbeiten die besten Zigarrendreher Kubas per Hand. Während normale Zigarren nur zweimal fermentiert werden, wird das Verfahren bei der Cohiba dreimal durchgeführt.  Ein anderes Qualitätsmerkmal entsteht durch das Wachstum des Tabaks auf den roten Böden der Vuelta-Region. Das subtropische Klima liefert schließlich perfekte Bedingungen für das Gedeihen der Tabakpflanzen. Die Cohiba ist ein Export- schlager. Vier Linien stehen für die Geschmacksvielfalt. Als erste Zigarren der Marke Cohiba waren die Modelle Lanceros, Coronas Especiales und Panatelas im freien Handel erhältlich. Drei weitere Modelle, bekannt unter der Bezeichnung La Linea Clasica, folgten mit Esplendidos, Robustos und Exquisitos im Jahr 1989. Aus Anlass der Entdeckung Kubas durch Columbus wurde 1992 die Modellreihe Linea 1492 entwickelt. Jedes Format (von Siglo I bis V) steht für ein bis dato vergangenes Jahrhundert. Zwei weitere Linien entstanden im Jahr 2002 (Siglo VI) sowie 2010 (Linea Behike). Heute gilt die Cohiba noch immer als der König der Kubaner. Die Linea Behike gilt als derzeit exklusivste Cohiba-Linie. Die exklusiven Zigarren, deren Deckblätter bis zu 5 Jahre reifen, sind einer der zuverlässigsten Devisenbringer des Landes.

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